Aktuelles

Solarkocher für Flüchtlingslager BidiBidi in Norduganda

Solarkocherpräsentation im BidiBidi Camp

Seit einiger Zeit häufen sich Meldungen über drastisch zunehmende Flüchtlingszahlen aus angrenzenden Ländern (v.a. Südsudan im Norden Ugandas) und dem rasanten Anwachsen des inzwischen weltweit größten Refugee Camps BidiBidi. EG Solar regte bei unserem Partner BSPW in Jinja an, zu erkunden, ob eine Unterstützung der Menschen im Lager mit Solarkochern sinnvoll, möglich und realisierbar wäre. Im Sommer 2017 konnte die Erkundungsfahrt eines Teams aus Jinja in den entlegenen Norden stattfinden – mit einem Solarkocher zu Demonstrationszwecken im Gepäck.

Ausschnitt aus dem Flüchtlingslager

Maxime Hinschberger, der zu dieser Zeit als Freiwilliger von Jugendhilfe Ostafrika im BSPW eingesetzt war, durfte seinen Chef begleiten und berichtete tief beeindruckt:

„Mehr als 270.000 geflüchtete Menschen leben dort, die meisten aus dem Südsudan, wo Bürgerkrieg und Hunger herrschen. Die geflüchteten Familien erhalten ein Stück Land von der Regierung und lassen sich nieder. Soweit das Auge reicht, sind die selbstgebauten Hütten zu sehen. Brennholz ist knapp geworden…“

Weiter berichtet er: „Bei unserem Besuch im BidiBidi Refugee Settlement konnten wir den Menschen die Funktionsweise eines Solar Cookers demonstrieren – die anschließenden Reaktionen waren schlichtweg überwältigend…

Die Menschen trauten ihren Augen nicht, manche hielten es sogar für Magie und wollten sich selbst davon überzeugen. Man spürte die Erleichterung der Menschen und die Faszination der Einfachheit dieser Idee. Aufgrund der starken Sonnenintensität könnte diese Technologie den Menschen die alltägliche Last der verzweifelten Suche nach Feuerholz abnehmen und vielerlei weitere Probleme lösen.“

Ab Februar soll nun ein Pilotprojekt starten:

EG SOLAR will eine größere Anzahl von Reflektorblechsätzen für den SK14 von hier nach Jinja schicken und die Produktionskosten bei BSPW sponsern, ebenso die Transportkosten der Kocherbausätze ins BidiBidi Camp (ca. 800 km).

BSPW wird den Bau der Kocher organisieren und die Volunteers von ADRA mit gesponserten und beschrifteten Fahrrädern ausstatten. Als Botschafter des solaren Kochens können sie damit die oft kilometerlangen Wege im Lager gut zurücklegen.

JUGENDHILFE OSTAFRIKA wird das Fahrradsponsoring übernehmen und die Finanzierung und Herstellung von genügend Warmhaltekörben im Lager organisieren.

 ⇒ Solarkocher für das Flüchtlingslager BidiBidi Uganda, Projektbeschreibung

Unterstützen sie mit ihrer Spende die Einführung des solaren Kochens im Flüchtlingslager (Stichwort: „BidiBidi“).


⇒ Jahresinfo 2017-18

⇒ Solartechnologie 2018


Solarkocherwerkstatt von SAPOP in Fimela/Senegal fertiggestellt

SAPOP-Werkstatt 12-2017

⇒ Senegal, Fimela Projektbericht 15-01-2018

SAPOP-Kochen mit SK14 S

Symposium „Welt mit Zukunft durch Berufliche Bildung“

Wildpodsried, 04.-06.12.2017     ⇒ Symposium Welt mit Zukunft durch Berufliche Bildung

Nur durch berufliche Bildung und der Schaffung von handwerklich strukturierten Arbeitsplätzen in unseren Partnerländern in Afrika wird es gelingen den jungen Menschen eine Bleibeperspektive zu geben. Wir konnten mit dem Minister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Müller, über Chancen sprechen, die die dezentrale handwerkliche Fertigung von Solarkochern und Holzsparöfen ermöglichen.

Minister Dr. Müller, Mario Beier, Hans Michlbauer von EG-Solar e.V.

Kochen, Backen, Braten, Einwecken…

⇒ Das Solarkochbuch von Imma Seifert in 5 Sprachen

Kochen, Backen, Braten…

22. Internationale Solarkochertagung

Solarkochertagung 2017 Teilnehmer Sonntag
Solarkochertagung 2017 Teilnehmer Sonntag

⇒ Bild Sokotagung 2017

Wir danken den Referenten für die informativen und kritischen Beiträge, sowie allen Teilnehmern für die interessierte und angenehme Atmosphäre bei unserer 22. Internationalen Solarkochertagung am 1. und 2. April 2017 . Auf vielfachen Wunsch und mit Genehmigung der Verfasser haben wir die Vorträge als pdf-Dateien veröffentlicht

⇒ Programm 2017

Tagungsbeiträge:

Hans Michlbauer: Fluchtursachen bekämpfen-bessere Zukunftschancen durch Solartechnologieen

Dieter Seifert: Open Source Appropriate Technology (OSAT) in der Entwicklungszusammenarbeit

Uwe Schmidt: Solarkocher- und Holzsparofenbau bei SAPOP-Senegal

Bernhard Müller: Isolierkörbe erobern Ostafrika

Hans Eder: Complejo Solar Oruro Bolivien

Ulf Weicke:  2 Solarkocherwerkstätten in Tanzania, Erfahrungen, Berichte

Daniel Egbe: African Network for Solar Energy

Hartmut Ehmler: Lightoven (neue Entwicklungen)

Michael Bonke: www.sunpod.de Berichte von Soko-Konferenz in Faro/Portugal, neues vom Lazola Kocher www.lazola.de/

Karl Wittmann: Philippinen Projekt Solarkocher Februar 2016


Entwicklungshilfeminister Dr. Müller bei EG-Solar e.V.

Dr. Müller, dritter von rechts
Dr. Müller, dritter von rechts

Am 13. November 2015 besuchte uns Dr. Bernhard Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Er kam in unseren Landkreis auf Einladung von MDB Dr. Stephan Mayer aus Neuötting. Siehe Presseartikel ⇒ Dr. Müller ANA 16.11.2015

Hans Michlbauer nutzte die Gelegenheit, unser Entwicklungshilfekonzept  mit Solarkochern, Holzsparöfen und Solarlampen vorzustellen. Er stellte die Wichtigkeit von Ausbildung in unseren Partnerwerkstätten in den Fokus. Fluchtursachen bekämpfen kann man nur, wenn junge Menschen eine wirtschaftliche Bleibeperspektive und eine intakte Umwelt vor Ort vorfinden.

Solarkocher für Flüchtlingslager:

Er ging auf die vielfältigen Chancen von Solarkochern in Flüchtlingslagern ein. Positive Erfahrungen hat die EG Solar unterer anderem in 7 Flüchtlingslagern für bhutanesische Flüchtlinge in Nepal sammeln können. Mehr als 100.000 Flüchtlinge nutzten dort ca. 7000 Solarkocher, die in den Flüchtlingscamps mit unserer Unterstützung gebaut wurden.

⇒ Flüchtlingslager Nepal-Projektbericht

Vorteile der Solarkochernutzung:

  • enorme Kosteneinsparung, da wenig Brennmaterial gekauft werden muss,
  • keine Konflikte mit der ortsansässigen Bevölkerung um die knappen Holzbestände in der Umgebung der Lager,
  • signifikant weniger Atemwegserkrankungen,
  • Sauberkeit, weniger Rußpartikel in Hütten und auf Kleidung,
  • geringeres Brandrisiko durch offenes Feuer,
  • weniger CO2-Emissionen.

EG-Solar e.V. möchte auch in anderen Flüchtlingslagern „Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten. Was uns fehlt sind Partner in den vielen Lagern und finanzielle Mittel. Für Bau, Einführung und Betreuung der 7000 Solarkocher in Nepal wurden ca. € 1,5 Millionen  aufgewendet.

⇒ Video über das Projekt in Nepal



Baukurse für Flüchtlinge

Baukurs für Flüchtlinge Nov 2015
Baukurs für Flüchtlinge Nov 2015

Auf Wunsch bieten wir spezielle Baukurse für Flüchtlinge an. Für diese Kurse gelten Sondervereinbarungen, die Termine werden nach Absprache mit dem EG-Solar-Büro festgelegt.


Schüler lehren Flüchtlinge

Schüler lehren Flüchtlinge
Schüler lehren Flüchtlinge

An den Beruflichen Schulen starteten Schüler ein Projekt, in welchem sie unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in den Grundlagen der Elektrotechnik unterrichteten und mit ihnen gemeinsam Solarlampen bauten.

Lampenmontage
Lampenmontage

Zielsetzung:

  • Kennenlernen von jungen Asylbewerbern,
  • Gründe für deren Flucht erfahren,
  • über ihre Zukunftshoffnungen sprechen,
  • den Flüchtlingen sowohl einen Einblick in die Elektrotechnik zu ermöglichen als auch ein praktisches Produkt zu erstellen,

Umsetzung:

  • mit Hilfe eines Lernzirkels im Bereich der Grundlagen der Elektrotechnik. In dem, komplett durch die Schüler erstellten Lernzirkel wurden u.a. der Aufbau einfacher Beleuchtungs-schaltungen und die elektrische Sicherheit gelehrt,
  • gemeinsamer Bau der Mali-Light , einer Solarlampe, die in der Heimat der Flüchtlinge sinnvoll eingesetzt werden kann.

Fazit:

  • Die beteiligten Lehrer waren von Ihren Schülern und deren Einsatz mehr als begeistert, v.a. da sich einige trotz anfänglicher Vorbehalte voll engagierten.
  • Die Absolventenklasse selbst war überrascht von dem eisernen Lernwillen und dem Interesse der unbegleiteten Flüchtlinge.
  • Die Flüchtlinge selbst freuten sich sehr über den Einsatz der baldigen Fachkräfte. Gleichzeitig nutzen sie die Gelegenheit, Einblick in ein mögliches Berufsfeld zu erhalten.