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Projektentwicklung während der Ausbreitung der Corona-Pandemie

SENEGAL

Während ab Mitte März in Deutschland Schritt für Schritt der allgemeine „Lockdown“ angeordnet wurde, um die Ausbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung zu verlangsamen, haben wir es am 23. März noch geschafft, zwei Kisten mit Reflektorblechen für den Bau von 100 Solarkochern auf den Weg zu unserem Projektpartner SAPOP im Senegal zu bringen. Sapop hatte geplant, sofort mit dem Bau für eine größere Aktion im Landesinneren zu beginnen und wollte seine gut im Solarkocher- und Holzsparofenbau ausgebildeten jungen Leute beschäftigen. Corona bedingt verzögerte sich zwar das Ablegen des Schiffes von Hamburg um eine Woche (11. April), die Kisten kamen jedoch wie jeweils mit Sapop eng online kommuniziert am 19. April im Hafen Dakar an. Dort sollten sie von SAPOP abgeholt werden. Nun aber war ein Abholen der Bleche und der Abtransport aus Dakar nach Fimela wegen einer teilweisen Abriegelung der senegalesischen Hauptstadt nicht mehr möglich. SAPOP versuchte über den Bürgermeister von Fimela eine Sondergenehmigung beim Ministerium zu bekommen, was aber bisher (aus welchen Gründen auch immer) nicht gelang. Cheikh Diaw bemüht sich weiterhin und hält uns auf dem Laufenden.

UGANDA

In Uganda setzte der Lockdown parallel zu Deutschland ein. Alle Werkstätten mussten schließen und es gab keine öffentlichen Transportmöglichkeiten mehr. Ab 19h abends war Ausgangssperre, die streng überwacht wurde.

Wie berichtet konnte unser Projektpartner die 5 Kisten mit Blechen für 220 Solarkocher gerade noch rechtzeitig vom Flughafen Entebbe nach Jinja zu BSPW holen. Dann aber war keine Weiterarbeit mehr möglich. Dank einer Spendenaktion der Jugendhilfe Ostafrika konnten während der Lockdown-Phase die Löhne für die Beschäftigten von BSPW weitergezahlt werden. Inzwischen wurden die restriktiven Maßnahmen gelockert und die Werkstatt hat wieder den Betrieb aufgenommen.

Sobald der Transport der 100 gefertigten Solarkocher wie geplant per LKW nach Norduganda ins Flüchtlingslager Palorinya möglich und angesichts der Corona-Schutzmaßnahmen auch sinnvoll ist, wird Edwards die Implementierung der Kocher im Lager vornehmen.

TANSANIA

Eigentlich wollte EG Solar gleich im Anschluss an die Genehmigung des Budgets für 100 Solarkocher / Flüchtlingslager Nyarugusu von Seiten UNHCR 150 Satz Reflektorbleche nach Dar Es Salaam per Seefracht schicken. Um die Abholung und den Weitertransport durch Tanzania wollte sich Klaus Strasser mit den beiden von ihm im Solarkocherbau unterwiesenen Einheimischen Adolf Yanda und Angelo Barige kümmern. Den beiden soll mit unserer Hilfe und der Abnahmezusage von UNHCR die Gründung einer Solarkocherwerkstatt vor Ort ermöglicht werden. Nun aber kam genau zu diesem Zeitpunkt die Rückholung von NGO-Mitarbeitern nach Deutschland, also auch von Klaus Strasser und die Lage wurde unübersichtlich.

Trotzdem haben wir Angebote für Transport eingeholt und Klaus ist in gutem online-Kontakt mit Adolf und Angelo. Bei aller Zuversicht werden wir jedoch gründlich prüfen, wann ein Versand möglich ist.

Baukurse

Baukurse konnten in der Corona-Lockdown-Phase nicht stattfinden und sind auch noch bis auf Weiteres nicht möglich.

Wir hoffen, Ende Juli den nächsten Baukurs abzuhalten,  vorausgesetzt, dass sich die Lage weiter bessert und allgemein gültige Vorschriften eingehalten werden können

UNHCR genehmigt Budget für die Fertigung und Einführung von 100 Solarkochern im Nyarugusu-Refugee-Camp/Tansania

Solarkocherdemo

Aufgrund der erfreulichen Testergebnisse in 4 Flüchtlingsfamilien hat das UNHCR die Mittel für das Solarkocher-Projekt genehmigt.  100 vor Ort gebauter Solarkocher werden im Flüchtlingslager an ausgewählte Familien verteilt und für ein halbes Jahr getestet. Für die Projektbetreuung wird die Partnerorganisation Redeso (http://www.redeso.org) zuständig sein.

⇒Nyarugusu Tansania 24-03-2020

Bleche für 220 Solarkocher in Jinja angekommen 

In 5 Kisten verpackt haben wir Bleche, eine gebrauchte Rollbiegemaschine und Kleinteile für den Bau von Solarkochern des Typs SK14 mit Luftfracht nach Entebbe versandt. Jede der Kisten wiegt ca. 170 kg. Es sind vier Männer notwendig, um eine Kiste zu händeln.

Sämtliches Material ist wohlbehalten bei BSPW in Jinja angekommen.

Demnächst werden als weitere 100 Solarkocher – die Gestelle sind bereits fertiggestellt – per LKW auf den langen Weg zum Palorinya-Camp geschickt.

⇒Uganda Solarkocher für Flüchtlingslager 22-03-2020

Wasserhyazinthen-Karbonisierungs-Projekt

⇒Projektbeschreibung C2C

Bei der 23. Internationalen Solarkochertagung in Altötting hat Walter Danner einen mitreißenden Vortrag mit dem Titel „Vom Solarkocher zum Solarkarbonisierer – Briketts und Pflanzenkohle aus Wasserhyazinthen am Tanasee/Äthiopien“ gehalten. Ein Expertenteam aus Tagungsteilnehmern steht seitdem in ständigem Kontakt, um mitzuhelfen, Walters Visionen zu verwirklichen. Karbonisieren von getrockneten Pflanzen mit Solarkochern funktioniert, aber der Zeitaufwand ist hoch und die Pflanzenkohlenmenge gering.

C2C-Kiln

In einer Vielzahl von Versuchen wurden sogenannte Fass-Karbonisierer nach und nach optimiert. Ergebnis: der C2C-Kiln. Er besteht nur aus 3 Teilen, die vor Ort leicht herzustellen sind und ist hocheffizient.

⇒ www.char2cool.de

Solarkocher für Flüchtlingslager Nyarugusu West-Tanzania

Unser Mitglied Klaus Strasser (ehemaliger „weltwärts“- Freiwilliger von EG Solar in Namibia, 2009) arbeitet derzeit für UNHCR in Nyarugusu/Kigoma Region/Tanzania, einem Flüchtlingslager welches seit 1996 besteht und etwas mehr als 153.000 Flüchtlinge aus DR Congo und Burundi aufgenommen hat. Seine Aufgabe ist es ein nachhaltiges Energiekonzept für die UNHCR zu entwickeln, um so Dieselgeneratoren zu ersetzen. Das zweite politisch sehr wichtige Thema ist die Kochenergie.
Feuerholz ist zu 99% die Energiequelle zum Kochen. Daraus resultiert eine Abholzung von ca. 6900 ha pro Jahr in Tanzania. Dies wiederum hat ein enormes Budget zum Pflanzen von Bäumen zur Folge. Neben den ökologischen und finanziellen Schwierigkeiten sind Gender- und Sicherheitsprobleme extrem.

Montage der Musterkocher

EG Solar hat nun 4 Solarkocher SK14 auf dem Postweg über Dar es Salaam in das weitere 800 km entfernte Nyarugusu als Musterkocher geschickt. Über UNHCR ist eine steuerfreie Einfuhr gelungen. Klaus ist dabei, das solare Kochen dort vorzustellen und die SK14 in einem Pilotprojekt zu testen.

⇒Nyarugusu Tansania 22-12-2019

Solarkocher für Projects-Center Bulawayo / Zimbabwe

EG Solar hat beschlossen, 100 Satz Reflektorbleche für den Bau von SK14 Solarkochern im Projects-Center Bulawayo / Zimbabwe zu sponsern und über die dort engagierte niederländische Hilfsorganisation per Container zu schicken. Bitte seht euch deren Fotobuch unter https://www.albelli.nl/onlinefotoboek-bekijken/5d0850a7-c47d-4b3e-8cf8-4986302b9379 an. Der Betreuer des Project-Centers schrieb uns, dass sie einen Solarkocher-Baukurs mit Brandon Moyo, unserem Partnerwerkstattleiter aus früheren Zeiten abgehalten haben und das Interesse an einer Ausweitung sehr groß sei.

50 Solarkocher SK14 und 30 Holzsparöfen  bei SAPOP gebaut

Unser langjähriges Partnerprojekt <SAPOP> in Fimela/Senegal hat mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Botschaft 50 Solarkocher SK14 und 30 Holzsparöfen gebaut, die in der Région Fatick an die Landbevölkerung verteilt werden. Begleitend findet jeweils Sensibilisierung für die Umwelt- und Klimaproblematik und eine Einführung in das solare Kochen statt.

SAPOP entsandte auch 2 Teilnehmer zu dem 1-wöchigen Seminar <Ausbildung zum Solarinstallateur“, das von unserem Vorstandsmitglied Mario Beier Anfang November in Kaffrine/Senegal abgehalten wurde. Sie erhielten danach den „Photovoltaik-Koffer“, um damit selbst Ausbildungskurse bei SAPOP abhalten zu können.

⇒ Senegal, Fimela Projektbericht 17-02-2020

Weitere Solarkocher für Flüchtlingslager Parolinya in Norduganda werden gebaut

Nach dem so positiv verlaufenen Pilotprojekt „Solarkocher für Flüchtlingscamp in Norduganda“ mit 100 SK14 und der anschaulichen Berichterstattung unseres ugandischen Projektleiters Edwards Kyambaddee bei seinem Besuch im Mai 2019, hat uns der Rotary Club Mühldorf/Waldkraiburg die Finanzierung von weiteren 100 Solarkochern zugesagt, die derzeit in unserer Partnerwerkstatt BSPW in Jinja gebaut werden.

Kochermontage Jinja

Parallel wird EG Solar diesmal 200 Satz Reflektorbleche nach Jinja senden, für die die Finanzierung durch Spenden bereits gesichert ist.

Werkstatt im Norden Ugandas geplant:

Der Vorschlag von Edwards Kyambaddee, bei Ausweitung des Projektes künftig die Kocher zusammen mit Fahrrädern in einer neu zu gründenden Filialwerkstatt im Moyo-Distrikt / Norduganda zu bauen wurde in unserer Mitgliederversammlung diskutiert und sehr befürwortet. Wege und Kosten würden dabei in Zukunft gespart, Solarkocher können in der Nähe des Flüchtlingscamps gebaut und gewartet werden und auftauchende Probleme orts- und zeitnah bearbeitet werden.

Die Jugendhilfe Ostafrika hat bereits die Finanzierung für eine kombinierte Fahrzeugwerkstatt zugesagt. EG Solar möchte bei entsprechender Unterstützung durch Spender die Solarkocherwerkstatt mit Maschinen und Material ausstatten. Zwei abschließbare Container böten Raum für die Fahrradwerkstatt und ein kleines Büro, in einem dritten Container würden Material und Maschinen für den Solarkocherbau untergebracht.

Die 3 Container würden U-förmig aufgestellt, der freie Platz dazwischen überdacht, so dass ein Innenhof für Arbeit und Aktivitäten entstünde.

Für diese Werkstattausstattung und die Erweiterung des Solarkocherprojektes im Palarinya-Camp (evtl. später Ausweitung auf benachbarte Flüchtlingscamps) sind uns Ihre Spenden sehr willkommen.

Wenn Sie uns dabei unterstützen wollen, überweisen Sie bitte auf unser Spendenkonto unter Angabe des Verwendungszweckes.

Vielen Dank!

⇒Uganda Solarkocher für Flüchtlingslager 22-01-2020

23. Internationale Solarkochertagung Altötting

Am 06./07. April 2019 bei EG Solar in Altötting.

Programm 2019

Teilnehmer Solarkochertagung Samstag

 

Hilfe für Flüchtlingslager Moria auf Lesbos/Griechenland

Die Bewohner nennen es KZ oder die Hölle, das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Unvorstellbare Zustände – bis zum Selbstmord von Kindern – herrschen dort.

Im und um das Lager, das für max. 2000 Flüchtlinge konzipiert ist, leben z. Zt. mehr als 10 000 Menschen aus ca. 40 Ländern eng zusammen ohne sanitäre Einrichtungen unter windigen Zeltplanen den Herbststürmen ausgeliefert und völlig unterversorgt, was Kleidung und Essen anbetrifft. Vor allem für Frauen (Angst vor Vergewaltigung) und Kinder (viele unbegleitete Minderjährige) sind dies unmenschliche Bedingungen. Im Streit um die wenigen Ressourcen kommt es zu Schlägereien, Diebstahl und Konflikten mit den ortsansässigen Olivenbauern, deren Olivenbäume für Kochzwecke missbraucht werden. Als Brennstoff für ein Drei-Steine-Feuer wird genommen, was immer man findet: Paletten, Kartons, Gummireifen und eben auch das Holz der Olivenbäume.

Anfang Oktober, der erste Sturm fegte gerade über die Insel, erreichte uns der telefonische Hilferuf von Ing. Müller-Hermann aus Lesbos für diese Menschen: Dringend würden Decken, warme Kleidung, Schuhe, Windeln und vor allem Holzsparöfen zur Zubereitung von Mahlzeiten und paralleler Wärmeerzeugung benötigt. Ein Holzsparofen spart 70% des ansonsten für ein Dreisteine-Feuer benötigten Holzes ein und brennt nahezu rauchlos.

Herr Müller-Hermann hatte EG Solar im Sommer in Altötting besucht, uns geschildert, dass nur einige Hilfsorganisationen und engagierte Freiwillige vor Ort versuchen, die Lage der Menschen zu lindern und den Kontakt zu Low-Tech-Lab und Heimatstern e.V. / München hergestellt. 1 Musterkocher SK14 mit Topf

und 1 Satz Bleche wurden mit Fertigungszeichnung zu Low-Tech-Lab (http://lowtechlab.org/wiki/Accueil) nach Moria geschickt, um als Alternative zum zerstörerischen Dreisteine-Feuer das solare Kochen vorzustellen.

Öffentliche Vorstellung des SK14

Von den MitarbeiterInnen des Low-Tech-Lab wurde ein Solarkocherbaukurs mit interessierten Flüchtlingen abgehalten und es war von allen Beteiligten geplant, das Solarkocherprojekt nach und nach weiter auszubauen. Angesichts der stürmischen, regnerischen Herbst- und Wintersaison musste dieses Vorhaben jedoch auf das nächste Frühjahr verschoben werden.

Dringender war es nun, etwas zur Linderung der akuten Not beizutragen.

Auf einen Spendenaufruf am 5. Oktober im Altöttinger Anzeiger kamen innerhalb einer Woche ca. 300 warme Decken, etliche Paar Schuhe und Windelpakete bei EG Solar an.  EG Solar spendete 20 große Holzsparöfen und 20 große Töpfe.

Wir verpackten jeden Ofen einzeln in große Schachteln, Decken und Sonstiges in stabile Plastiksäcke mit Beschriftung / Inhaltsangabe, verstauten alles in einem Ladeanhänger und fuhren es zum Sammellager von Heimatstern e.V. in München (www.heimatstern.org/de/), der den Weitertransport nach Lesbos übernahm.

Bereits am 30.10.2018 war alles vor Ort auf Lesbos.

An dieser Stelle sei allen Spendern nochmal herzlich gedankt!

⇒Hilfe für Flüchtlingslager Moria auf Lesbos

 

50 Solarkocher SK14, 50 Töpfe, 50 Warmhaltesäcke im Flüchtlingslager Palyorinya verteilt

Am 5. Oktober meldete unser Partner Edwards Kyambaddee – wieder ins BSPW in Jinja zurückgekehrt – dass die erste Hälfte des Pilotprojektes erfolgreich umgesetzt war:

50 Solarkocher SK14, 50 Töpfe, 50 Warmhaltesäcke und die ersten Fahrräder (für die Projektbetreuer/Innen im weitläufigen Lager) sind von ihm und seinem Team im September auf gemieteten Lastwägen über 600 km auf größtenteils holprigen Sandpisten in das Flüchtlingslager Palyorinya/District Moyo im Norden Ugandas verbracht worden; allein die Fahrt dauerte zwei volle Tage.

Palyorinya 1

Man hatte sich für Palyorinya entschieden, weil dort eine zuverlässige Kooperation mit den örtlichen Behörden möglich war, die eine längerfristige Betreuung des Projektes sicherstellen soll. Im Norden Ugandas reiht sich ein riesiges Flüchtlingslager an das nächste. So erstreckt sich das Lager Palyorinya allein auf ca. 25 bis maximal 45 km und hat derzeit über 124.000 Einwohner – eine logistische Herausforderung für unser Partnerteam, die wohl kaum ohne organisatorische Unterstützung ortskundiger Personen möglich wäre.

Einige Frauen wurden als „Promoterinnen“ für das solare Kochen und das Monitoring eingewiesen. Sie haben die Aufgabe, über einen längeren Zeitraum die Solarkocher und deren Nutzer/Innen zu betreuen.

Palyorinya 2

Dank einer großzügigen Spende des Rotary Clubs Mühldorf-Ampfing ist nun auch der zweite Teil des Pilotprojektes finanziell gesichert. Die nächsten 50 Solarkocher werden derzeit in Jinja gebaut und Ende November ins Lager Palorinya transportiert. Dann dürften auch die ersten Erfahrungsberichte über die Nutzung der Solarkocher vor Ort vorliegen.

⇒Uganda Solarkocher für Flüchtlingslager

50 Solarkocher für das BidiBidi-Camp fertiggestellt

Vormontage der SK14 BSPW

Mitarbeiter in unserer Partnerwerkstatt BSPW (Bicycle Sponsorship Project & Workshop) in Jinja/Uganda haben inzwischen die erste Serie von 50 Solarkochern fertiggestellt.

Reflektorbleche inzwischen in Uganda eingetroffen

Es hat 3 Monate gedauert bis wir die Blechsätze, verpackt in 3 Holzkisten, losschicken konnten ohne horrende Zollgebühren zu zahlen. Ursprünglich lag der Einfuhrzollsatz bei über 80% des Warenwertes. Wir waren nicht bereit mehrere Tausend Euro Ihrer Spenden, die den Flüchtlingen im BidiBidi-Camp zu Gute kommen sollen, für eine Hilfslieferung auszugeben. Unsere ugandischen Freunde haben es durch Ihren unermüdlichen Einsatz geschafft, die Gebühren auf ein Minimum zu reduzieren. Herzlichen Dank!

Im September werden die ersten 50 Solarkocher in den Norden ins Camp transportiert und an ausgewählte Flüchtlingsfamilien verteilt.

⇒Uganda BidiBidi 2

Solarkocher für Flüchtlingslager BidiBidi in Norduganda

Solarkocherpräsentation im BidiBidi Camp

Seit einiger Zeit häufen sich Meldungen über drastisch zunehmende Flüchtlingszahlen aus angrenzenden Ländern (v.a. Südsudan im Norden Ugandas) und dem rasanten Anwachsen des inzwischen weltweit größten Refugee Camps BidiBidi. EG Solar regte bei unserem Partner BSPW in Jinja an, zu erkunden, ob eine Unterstützung der Menschen im Lager mit Solarkochern sinnvoll, möglich und realisierbar wäre. Im Sommer 2017 konnte die Erkundungsfahrt eines Teams aus Jinja in den entlegenen Norden stattfinden – mit einem Solarkocher zu Demonstrationszwecken im Gepäck.

Ausschnitt aus dem Flüchtlingslager

Maxime Hinschberger, der zu dieser Zeit als Freiwilliger von Jugendhilfe Ostafrika im BSPW eingesetzt war, durfte seinen Chef begleiten und berichtete tief beeindruckt:

„Mehr als 270.000 geflüchtete Menschen leben dort, die meisten aus dem Südsudan, wo Bürgerkrieg und Hunger herrschen. Die geflüchteten Familien erhalten ein Stück Land von der Regierung und lassen sich nieder. Soweit das Auge reicht, sind die selbstgebauten Hütten zu sehen. Brennholz ist knapp geworden…“

Weiter berichtet er: „Bei unserem Besuch im BidiBidi Refugee Settlement konnten wir den Menschen die Funktionsweise eines Solar Cookers demonstrieren – die anschließenden Reaktionen waren schlichtweg überwältigend…

Die Menschen trauten ihren Augen nicht, manche hielten es sogar für Magie und wollten sich selbst davon überzeugen. Man spürte die Erleichterung der Menschen und die Faszination der Einfachheit dieser Idee. Aufgrund der starken Sonnenintensität könnte diese Technologie den Menschen die alltägliche Last der verzweifelten Suche nach Feuerholz abnehmen und vielerlei weitere Probleme lösen.“

Ab Februar soll nun ein Pilotprojekt starten:

EG SOLAR will eine größere Anzahl von Reflektorblechsätzen für den SK14 von hier nach Jinja schicken und die Produktionskosten bei BSPW sponsern, ebenso die Transportkosten der Kocherbausätze ins BidiBidi Camp (ca. 800 km).

BSPW wird den Bau der Kocher organisieren und die Volunteers von ADRA mit gesponserten und beschrifteten Fahrrädern ausstatten. Als Botschafter des solaren Kochens können sie damit die oft kilometerlangen Wege im Lager gut zurücklegen.

JUGENDHILFE OSTAFRIKA wird das Fahrradsponsoring übernehmen und die Finanzierung und Herstellung von genügend Warmhaltekörben im Lager organisieren.

 ⇒ Solarkocher für das Flüchtlingslager BidiBidi Uganda, Projektbeschreibung

Unterstützen sie mit ihrer Spende die Einführung des solaren Kochens im Flüchtlingslager (Stichwort: „BidiBidi“).


⇒ Jahresinfo 2017-18

⇒ Solartechnologie 2018


Solarkocherwerkstatt von SAPOP in Fimela/Senegal fertiggestellt

SAPOP-Werkstatt 12-2017

⇒ Senegal, Fimela Projektbericht 15-01-2018

SAPOP-Kochen mit SK14 S

Symposium „Welt mit Zukunft durch Berufliche Bildung“

Wildpodsried, 04.-06.12.2017     ⇒ Symposium Welt mit Zukunft durch Berufliche Bildung

Nur durch berufliche Bildung und der Schaffung von handwerklich strukturierten Arbeitsplätzen in unseren Partnerländern in Afrika wird es gelingen den jungen Menschen eine Bleibeperspektive zu geben. Wir konnten mit dem Minister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Müller, über Chancen sprechen, die die dezentrale handwerkliche Fertigung von Solarkochern und Holzsparöfen ermöglichen.

Minister Dr. Müller, Mario Beier, Hans Michlbauer von EG-Solar e.V.

Kochen, Backen, Braten, Einwecken…

⇒ Das Solarkochbuch von Imma Seifert in 5 Sprachen

Kochen, Backen, Braten…

22. Internationale Solarkochertagung

Solarkochertagung 2017 Teilnehmer Sonntag
Solarkochertagung 2017 Teilnehmer Sonntag

⇒ Bild Sokotagung 2017

Wir danken den Referenten für die informativen und kritischen Beiträge, sowie allen Teilnehmern für die interessierte und angenehme Atmosphäre bei unserer 22. Internationalen Solarkochertagung am 1. und 2. April 2017 . Auf vielfachen Wunsch und mit Genehmigung der Verfasser haben wir die Vorträge als pdf-Dateien veröffentlicht

⇒ Programm 2017

Entwicklungshilfeminister Dr. Müller bei EG-Solar e.V.

Dr. Müller, dritter von rechts
Dr. Müller, dritter von rechts

Am 13. November 2015 besuchte uns Dr. Bernhard Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Er kam in unseren Landkreis auf Einladung von MDB Dr. Stephan Mayer aus Neuötting. Siehe Presseartikel ⇒ Dr. Müller ANA 16.11.2015

Hans Michlbauer nutzte die Gelegenheit, unser Entwicklungshilfekonzept  mit Solarkochern, Holzsparöfen und Solarlampen vorzustellen. Er stellte die Wichtigkeit von Ausbildung in unseren Partnerwerkstätten in den Fokus. Fluchtursachen bekämpfen kann man nur, wenn junge Menschen eine wirtschaftliche Bleibeperspektive und eine intakte Umwelt vor Ort vorfinden.

Solarkocher für Flüchtlingslager:

Er ging auf die vielfältigen Chancen von Solarkochern in Flüchtlingslagern ein. Positive Erfahrungen hat die EG Solar unterer anderem in 7 Flüchtlingslagern für bhutanesische Flüchtlinge in Nepal sammeln können. Mehr als 100.000 Flüchtlinge nutzten dort ca. 7000 Solarkocher, die in den Flüchtlingscamps mit unserer Unterstützung gebaut wurden.

⇒ Flüchtlingslager Nepal-Projektbericht

Vorteile der Solarkochernutzung:

  • enorme Kosteneinsparung, da wenig Brennmaterial gekauft werden muss,
  • keine Konflikte mit der ortsansässigen Bevölkerung um die knappen Holzbestände in der Umgebung der Lager,
  • signifikant weniger Atemwegserkrankungen,
  • Sauberkeit, weniger Rußpartikel in Hütten und auf Kleidung,
  • geringeres Brandrisiko durch offenes Feuer,
  • weniger CO2-Emissionen.

EG-Solar e.V. möchte auch in anderen Flüchtlingslagern „Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten. Was uns fehlt sind Partner in den vielen Lagern und finanzielle Mittel. Für Bau, Einführung und Betreuung der 7000 Solarkocher in Nepal wurden ca. € 1,5 Millionen  aufgewendet.

⇒ Video über das Projekt in Nepal


Schüler lehren Flüchtlinge

Schüler lehren Flüchtlinge
Schüler lehren Flüchtlinge

An den Beruflichen Schulen starteten Schüler ein Projekt, in welchem sie unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in den Grundlagen der Elektrotechnik unterrichteten und mit ihnen gemeinsam Solarlampen bauten.

Lampenmontage
Lampenmontage

Zielsetzung:

  • Kennenlernen von jungen Asylbewerbern,
  • Gründe für deren Flucht erfahren,
  • über ihre Zukunftshoffnungen sprechen,
  • den Flüchtlingen sowohl einen Einblick in die Elektrotechnik zu ermöglichen als auch ein praktisches Produkt zu erstellen,

Umsetzung:

  • mit Hilfe eines Lernzirkels im Bereich der Grundlagen der Elektrotechnik. In dem, komplett durch die Schüler erstellten Lernzirkel wurden u.a. der Aufbau einfacher Beleuchtungs-schaltungen und die elektrische Sicherheit gelehrt,
  • gemeinsamer Bau der Mali-Light , einer Solarlampe, die in der Heimat der Flüchtlinge sinnvoll eingesetzt werden kann.

Fazit:

  • Die beteiligten Lehrer waren von Ihren Schülern und deren Einsatz mehr als begeistert, v.a. da sich einige trotz anfänglicher Vorbehalte voll engagierten.
  • Die Absolventenklasse selbst war überrascht von dem eisernen Lernwillen und dem Interesse der unbegleiteten Flüchtlinge.
  • Die Flüchtlinge selbst freuten sich sehr über den Einsatz der baldigen Fachkräfte. Gleichzeitig nutzen sie die Gelegenheit, Einblick in ein mögliches Berufsfeld zu erhalten.