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22. Internationale Solarkochertagung

Solarkochertagung 2017 Teilnehmer Sonntag
Solarkochertagung 2017 Teilnehmer Sonntag

Bild Sokotagung 2017

Wir danken den Referenten für die informativen und kritischen Beiträge, sowie allen Teilnehmern für die interessierte und angenehme Atmosphäre bei unserer 22. Internationalen Solarkochertagung am 1. und 2. April 2017 . Auf vielfachen Wunsch und mit Genehmigung der Verfasser haben wir die Vorträge als pdf-Dateien veröffentlicht

Programm 2017

Tagungsbeiträge:

Hans Michlbauer: Fluchtursachen bekämpfen-bessere Zukunftschancen durch Solartechnologieen

Dieter Seifert: Open Source Appropriate Technology (OSAT) in der Entwicklungszusammenarbeit

Uwe Schmidt: Solarkocher- und Holzsparofenbau bei SAPOP-Senegal

Bernhard Müller: Isolierkörbe erobern Ostafrika

Hans Eder: Complejo Solar Oruro Bolivien

Ulf Weicke:  2 Solarkocherwerkstätten in Tanzania, Erfahrungen, Berichte

Daniel Egbe: African Network for Solar Energy

Hartmut Ehmler: Lightoven (neue Entwicklungen)

Michael Bonke: http://www.sunpod.de Berichte von Soko-Konferenz in Faro/Portugal, neues vom Lazola Kocher http://www.lazola.de/

Karl Wittmann: Philippinen Projekt Solarkocher Februar 2016

Solartechnologie 2016-17/alle Produkte von EG-Solar

Solartechnologie 2016-17
Solartechnologie 2016-17

Entwicklungshilfeminister Dr. Müller bei EG-Solar e.V.

Dr. Müller, dritter von rechts
Dr. Müller, dritter von rechts

Am 13. November 2015 besuchte uns Dr. Bernhard Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Er kam in unseren Landkreis auf Einladung von MDB Dr. Stephan Mayer aus Neuötting. Siehe Presseartikel Dr. Müller ANA 16.11.2015

Hans Michlbauer nutzte die Gelegenheit, unser Entwicklungshilfekonzept  mit Solarkochern, Holzsparöfen und Solarlampen vorzustellen. Er stellte die Wichtigkeit von Ausbildung in unseren Partnerwerkstätten in den Fokus. Fluchtursachen bekämpfen kann man nur, wenn junge Menschen eine wirtschaftliche Bleibeperspektive und eine intakte Umwelt vor Ort vorfinden.

Solarkocher für Flüchtlingslager:

Er ging auf die vielfältigen Chancen von Solarkochern in Flüchtlingslagern ein. Positive Erfahrungen hat die EG Solar unterer anderem in 7 Flüchtlingslagern für bhutanesische Flüchtlinge in Nepal sammeln können. Mehr als 100.000 Flüchtlinge nutzten dort ca. 7000 Solarkocher, die in den Flüchtlingscamps mit unserer Unterstützung gebaut wurden. Flüchtlingslager Nepal-Projektbericht

Vorteile der Solarkochernutzung:

  • enorme Kosteneinsparung, da wenig Brennmaterial gekauft werden muss,
  • keine Konflikte mit der ortsansässigen Bevölkerung um die knappen Holzbestände in der Umgebung der Lager,
  • signifikant weniger Atemwegserkrankungen,
  • Sauberkeit, weniger Rußpartikel in Hütten und auf Kleidung,
  • geringeres Brandrisiko durch offenes Feuer,
  • weniger CO2-Emissionen.

EG-Solar e.V. möchte auch in anderen Flüchtlingslagern „Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten. Was uns fehlt sind Partner in den vielen Lagern und finanzielle Mittel. Für Bau, Einführung und Betreuung der 7000 Solarkocher in Nepal wurden ca. € 1,5 Millionen  aufgewendet.

Baukurse für Flüchtlinge

Baukurs für Flüchtlinge Nov 2015
Baukurs für Flüchtlinge Nov 2015

Auf Wunsch bieten wir spezielle Baukurse für Flüchtlinge an. Für diese Kurse gelten Sondervereinbarungen, die Termine werden nach Absprache mit dem EG-Solar-Büro festgelegt.

Schüler lehren Flüchtlinge

Schüler lehren Flüchtlinge
Schüler lehren Flüchtlinge

An den Beruflichen Schulen starteten Schüler ein Projekt, in welchem sie unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in den Grundlagen der Elektrotechnik unterrichteten und mit ihnen gemeinsam Solarlampen bauten.

Lampenmontage
Lampenmontage

Zielsetzung:

  • Kennenlernen von jungen Asylbewerbern,
  • Gründe für deren Flucht erfahren,
  • über ihre Zukunftshoffnungen sprechen,
  • den Flüchtlingen sowohl einen Einblick in die Elektrotechnik zu ermöglichen als auch ein praktisches Produkt zu erstellen,

Umsetzung:

  • mit Hilfe eines Lernzirkels im Bereich der Grundlagen der Elektrotechnik. In dem, komplett durch die Schüler erstellten Lernzirkel wurden u.a. der Aufbau einfacher Beleuchtungs-schaltungen und die elektrische Sicherheit gelehrt,
  • gemeinsamer Bau der Mali-Light , einer Solarlampe, die in der Heimat der Flüchtlinge sinnvoll eingesetzt werden kann.

Fazit:

  • Die beteiligten Lehrer waren von Ihren Schülern und deren Einsatz mehr als begeistert, v.a. da sich einige trotz anfänglicher Vorbehalte voll engagierten.
  • Die Absolventenklasse selbst war überrascht von dem eisernen Lernwillen und dem Interesse der unbegleiteten Flüchtlinge.
  • Die Flüchtlinge selbst freuten sich sehr über den Einsatz der baldigen Fachkräfte. Gleichzeitig nutzen sie die Gelegenheit, Einblick in ein mögliches Berufsfeld zu erhalten.